Zündschloss austauschen: Unterschied zwischen den Versionen

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Durch die Bestellung von Originalteilen ergeben sich zwei grundlegende Vorteile:
 
Durch die Bestellung von Originalteilen ergeben sich zwei grundlegende Vorteile:
  
# es wird kein zweiter Schlüssel zum Starten notwendig; das Zündschloss wird gemäß originaler Schließungsnummer angefertigt.
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# Es wird kein zweiter Schlüssel zum Starten notwendig; das Zündschloss wird gemäß originaler Schließungsnummer angefertigt.
 
# Die Schlüsselbahnen entsprechen zu 100% dem neu angefertigtem Schließzylinder. Geht man hingegen zum Schlüsseldienst und fertigt eine 1:1-Kopie des vorhandenen Schlüssels an, so werden Abnutzungen der Schlüsselbahnen mit kopiert und könnten für vorzeitige Abnutzung des neuen Schlosses sorgen. Wird das Zündschloss im Vorfeld bestellt, kann man daran bereits testen, ob sich der angefertigte Draht zur Entriegelung des Sicherheitsbolzens nutzen lässt.
 
# Die Schlüsselbahnen entsprechen zu 100% dem neu angefertigtem Schließzylinder. Geht man hingegen zum Schlüsseldienst und fertigt eine 1:1-Kopie des vorhandenen Schlüssels an, so werden Abnutzungen der Schlüsselbahnen mit kopiert und könnten für vorzeitige Abnutzung des neuen Schlosses sorgen. Wird das Zündschloss im Vorfeld bestellt, kann man daran bereits testen, ob sich der angefertigte Draht zur Entriegelung des Sicherheitsbolzens nutzen lässt.
  
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*Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
 
*Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
 
   
 
   
*Schraubkappe mittels einem 2 mm starken Draht entriegeln; hierfür eignet sich Schweißdraht oder auch eine dickere Büroklammer. Der Draht wird in die Nut des Aufbohrschutzes eingedrückt und betätigt auf den letzten Millimetern eine Feder, die wiederum auf den Sicherungsbolzen (siehe Bild ganz unten) wirkt und diesen entriegelt. Wirklich tief muss der Draht nicht eingeführt werden (lediglich knapp 2 cm; [http://www.das-coupe.de/artikel24 Tilman] spricht von 18 mm, vermutlich hat er genau nachgemessen).
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*Schraubkappe mit einem 2 mm starken Draht entriegeln; hierfür eignet sich Schweißdraht oder auch eine dickere Büroklammer. Der Draht wird in die Nut des Aufbohrschutzes eingedrückt und betätigt auf den letzten Millimetern eine Feder, die wiederum auf den Sicherungsbolzen (siehe Bild ganz unten) wirkt und diesen entriegelt. Wirklich tief muss der Draht nicht eingeführt werden (lediglich knapp 2 cm; [http://www.das-coupe.de/artikel24 Tilman] spricht von 18 mm, vermutlich hat er genau nachgemessen).
  
 
*Je nachdem, wie die Schraubkappe verdreht ist (sie kann etwas Spiel rund um den Sicherungsbolzen aufweisen), kann die Stellung zur Einführung des Drahtes etwas vor oder hinter der "1" liegen. Anhand eines vorliegenden Neuteils und der Stellung des Schlüssel-Schlitzes kann man sich jedoch gut vor Augen führen, in welcher Position sich der Sicherungsbolzen gerade befinden müsste.
 
*Je nachdem, wie die Schraubkappe verdreht ist (sie kann etwas Spiel rund um den Sicherungsbolzen aufweisen), kann die Stellung zur Einführung des Drahtes etwas vor oder hinter der "1" liegen. Anhand eines vorliegenden Neuteils und der Stellung des Schlüssel-Schlitzes kann man sich jedoch gut vor Augen führen, in welcher Position sich der Sicherungsbolzen gerade befinden müsste.
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*Sollte das Zündschloss nicht direkt mit der Schraubkappe "herausfallen", den Schritt nochmals ohne Schraubkappe wiederholen (in dem Fall müsste das Schloss dann erneut durch Drehen auf "1" und Stecken des Drahtes entriegelt werden).
 
*Sollte das Zündschloss nicht direkt mit der Schraubkappe "herausfallen", den Schritt nochmals ohne Schraubkappe wiederholen (in dem Fall müsste das Schloss dann erneut durch Drehen auf "1" und Stecken des Drahtes entriegelt werden).
  
Wird der Schlüssel zum Vergleich im (ausgebauten) alten und im neuen Schloss gedreht, so spürt man beim Gebrauchtteil i.d.R. größere Widerstände ("hakeln" der Plättchen) auch wenn dies im eingebauten Zustand kaum bemerkt wurde. Der Ausbau scheint sich in vielen Fällen also zu lohnen.
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Wird der Schlüssel zum Vergleich im (ausgebauten) alten und im neuen Schloss gedreht, so spürt man beim Gebrauchtteil i.d.R. größere Widerstände ("Hakeln" der Plättchen) auch wenn dies im eingebauten Zustand kaum bemerkt wurde. Der Ausbau scheint sich in vielen Fällen also zu lohnen.
  
 
'''Diese Anleitung gilt für Fahrzeuge bis September 1989 (Fahrgestell-Nr. A...496759). Fahrzeuge ab Fahrgestell-Nr. A...496760 - wie auch spätere W124 - besitzen ein Zündschloss mit zwei Nuten.'''  
 
'''Diese Anleitung gilt für Fahrzeuge bis September 1989 (Fahrgestell-Nr. A...496759). Fahrzeuge ab Fahrgestell-Nr. A...496760 - wie auch spätere W124 - besitzen ein Zündschloss mit zwei Nuten.'''  
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*Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
 
*Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
*In der Krone des Zündschlosses gibt es 2 sich gegenüberliegende Öffnungen mit ca. 2 mm im Durchmesser. In diese Öffnungen jeweils einen Draht, oder Drahtbügel bis Anschlag hinein stecken.
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*In der Krone des Zündschlosses gibt es 2 sich gegenüberliegende Öffnungen mit ca. 2 mm Durchmesser. In diese Öffnungen jeweils einen Draht oder Drahtbügel bis zum Anschlag hineinstecken.
* Drähte, oder Drahtbügel kräftig hinein-drücken, so, daß einen Klemmfeder-Widerstand überwunden wird, gleichzeitig am Zündschlüssel (steht in Stellung 1) ziehen.
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* Drähte oder Drahtbügel kräftig hineindrücken, so daß ein Klemmfeder-Widerstand überwunden wird. Gleichzeitig am Zündschlüssel (steht in Stellung "1") ziehen.
 
*Zündschloss und Schutzmantel kommen zusammen heraus.
 
*Zündschloss und Schutzmantel kommen zusammen heraus.
*Schlüssel in Stellung Null drehen und abziehen, Schutzmantel entfernen.
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*Schlüssel in Stellung "0" drehen und abziehen, Schutzmantel entfernen.
  
 
=== Einbau Zündschloss ===
 
=== Einbau Zündschloss ===
  
 
*Schutzmantel über das Schloss stülpen.
 
*Schutzmantel über das Schloss stülpen.
*Schlüssel stecken und in Stellung 1 drehen. Da der Schutzmantel bereits über das Schloss gestülpt wurde, wird es hier ein wenig fummelig. Das Schloss kann man nur noch von hinten anfassen, während man vorne den Schlüssel auf Position 1 dreht. Damit diese Position (1) gehalten wird, macht es Sinn wenigsten einen Draht von vorne mit einzustecken (nicht durch stecken!).
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*Schlüssel stecken und in Stellung "1" drehen. Da der Schutzmantel bereits über das Schloss gestülpt wurde, wird es hier ein wenig fummelig. Das Schloss kann man nur noch von hinten anfassen, während man vorne den Schlüssel auf Position "1" dreht. Damit diese Position (1) gehalten wird, macht es Sinn, wenigstens einen Draht von vorne mit einzustecken (nicht durchstecken!).
 
*Der Schutzmantel hat hinten eine Aussparung, diese soll nach links zeigen.
 
*Der Schutzmantel hat hinten eine Aussparung, diese soll nach links zeigen.
*Das Schloss (der Zylinder) hat einseitig eine Verdickung diese soll ebenfalls nach links zeigen und fluchtet mit der Aussparung des Schutzmantels.
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*Das Schloss (der Zylinder) hat einseitig eine Verdickung; diese soll ebenfalls nach links zeigen und fluchtet mit der Aussparung des Schutzmantels.
*Schloss mit Schlüssel in Position 1, mit (halb) gesteckter Draht und Schutzmantel zusammen, alles in der Flucht, vorsichtig einstecken.
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*Schloss mit Schlüssel in Position "1", mit (halb) gesteckter Draht und Schutzmantel zusammen, alles in der Flucht, vorsichtig einstecken.
*lässt sich alles widerstandslos um ca. 1 cm versenken, Draht (Drähte), die wir zum ausrichten genommen haben, hinaus ziehen und der Rest anschließend weiter hinein schieben bis das Schloss einrastet.
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*Lässt sich alles widerstandslos um ca. 1 cm versenken, Draht (Drähte), die wir zum Ausrichten genommen haben, herausziehen und den Rest anschließend weiter hineinschieben, bis das Schloss einrastet.
*Je genauer man die Komponenten ausgerichtet bekommt, um so leichter geht es; es kann aber auch leicht zu einer langen Versuchsreihe ausarten... Wenn es beim Einführen hackt, '''keine Gewalt!''' Alles wieder raus und neu anfangen, wenn es passt geht es wirklich leicht (nahezu widerstandslos!).
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*Je genauer man die Komponenten ausgerichtet bekommt, um so leichter geht es; es kann aber auch leicht zu einer langen Versuchsreihe ausarten... Wenn es beim Einführen hakt, '''keine Gewalt!''' Alles wieder raus und neu anfangen; wenn es passt, geht es wirklich leicht (nahezu widerstandslos!).
  
 
== Galerie ==
 
== Galerie ==
  
 
<gallery widths=350 heights=220 perrow=2>
 
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Datei:Zuendschloss-Krone.jpg|Krone in der der Drahtbügel (Drähte) gesteckt werden, wenn Schlüssel in Stellung I.
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Datei:Zuendschloss-Krone.jpg|Krone, in die der Drahtbügel (Drähte) gesteckt wird, wenn Schlüssel in Stellung "1".
Datei:Zuendschloss-Stellung1.jpg|Stellung I, hier entlang wird der Draht gesteckt.
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Datei:Zuendschloss-Stellung1.jpg|Stellung "1", hier entlang wird der Draht gesteckt.
Datei:Zuendschloss-Feder.jpg|Feder, dessen Widerstand es beim Ausbau zu überwinden gilt. Beim Einbau, Draht nur bis zur Feder einstecken!
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Datei:Zuendschloss-Feder.jpg|Feder, deren Widerstand es beim Ausbau zu überwinden gilt. Beim Einbau den Draht nur bis zur Feder einstecken!
 
Datei:Zuendschloss-Verdickung.jpg|Verdickung am Zylinder zeigt beim Einbau nach links.
 
Datei:Zuendschloss-Verdickung.jpg|Verdickung am Zylinder zeigt beim Einbau nach links.
 
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==Quellenangaben==
 
==Quellenangaben==
[http://www.das-coupe.de Tilman Pietzsch: Das-Coupe.de]<br>
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[http://www.das-coupe.de Tilman Pietzsch: das-coupe.de]<br>
 
[https://www.w126-forum.de/profile.php?1,84 Conny (Serie II)]
 
[https://www.w126-forum.de/profile.php?1,84 Conny (Serie II)]

Aktuelle Version vom 4. September 2019, 19:16 Uhr


Übersicht

Kurzbeschreibung Dieser Artikel beschreibt den Aus- und Einbau des Zündschlosses.
Alle Positions- und Richtungsangaben erfolgen in Fahrtrichtung, sofern nicht weiter spezifiziert!
Schwierigkeitsgrad einfach mittel schwer Dauer
Hilfsperson keine Erleichterung unbedingt erforderlich 0,5 Stunden
Ressourcen Standardwerkzeuge Sonderwerkzeuge
  • Taschenlampe
  • Draht (Dicke ca. 2 mm;
    Länge mindestens 5 cm)
  • Zange bzw. Werkzeug, um Schraubkappe beschädigungsfrei abzudrehen
  • keine erforderlich.

Hinweise zur Teilebestellung

Die örtliche MB-Niederlassung benötigt zur Bestellung von Schließungsteilen folgende Unterlagen:

  • Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II): bei abgemeldetem Fahrzeug, falls der neue Eigentümer nicht im Brief/in der Zulassungsbescheinigung Teil II ersichtlich ist
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I: bei angemeldetem Fahrzeug auf den Besitzer -> vorher bitte abklären, ich benötigte den Brief, da mein Auto abgemeldet war
  • ggf. Personalausweis (bei abgemeldetem Fahrzeug, falls der neue Eigentümer nicht im Brief/in der Zulassungsbescheinigung Teil II ersichtlich ist)
  • die originale Datenkarte ist nicht zwingend erforderlich, die Daten können anhand der Fahrgestellnummer abgeleitet werden

Wichtig: Lieferzeiten beachten! Steht es um ein hakelndes Schloss bereits "fünf vor zwölf", so ist es ratsam, auf ein Ersatzfahrzeug zuzugreifen. Die Lieferzeit betrug in meinem Fall rund zwei Wochen.

Abweichungen sind ggf. möglich, eventuell handhabt jede MB-Niederlassung den Bestellprozess etwas anders.


Teileumfang

Man benötigt nur das neue Zündschloss, nicht das Lenkungsschloss (A 126 462 07 30/A 124 462 31 30/A 124 462 35 30). Es ist ratsam, sich bei der Gelegenheit mindestens einen neuen Hauptschlüssel anfertigen zu lassen. Je nach Vorliebe und Budget können auch ein weiterer Hauptschlüssel, Nebenschlüssel, Flachschlüssel oder weitere Schlösser für Türen, Heckklappe oder sogar Rollobox bestellt werden. Im weiteren Verlauf wird lediglich auf den Aus- und Einbau des Zündschlosses eingegangen.

Schließzylinder/Zündschloss

  • A 126 460 00 04 bis Ident-Nr. A...496759 (ca. September 1989)
  • A 126 460 02 04 ab Ident-Nr. A...496760

Schlüssel

  • A 000 760 25 06 Hauptschlüssel ("eckiger Kopf", ohne EDW)
  • A 000 760 44 06 Hauptschlüssel ("eckiger Kopf", mit EDW)
  • A 000 760 26 06 Werkstatt-/Nebenschlüssel ("runder Kopf", mit und ohne EDW)
  • A 140 766 06 06 Flachschlüssel ("fürs Portemonnaie", mit und ohne EDW)

Durch die Bestellung von Originalteilen ergeben sich zwei grundlegende Vorteile:

  1. Es wird kein zweiter Schlüssel zum Starten notwendig; das Zündschloss wird gemäß originaler Schließungsnummer angefertigt.
  2. Die Schlüsselbahnen entsprechen zu 100% dem neu angefertigtem Schließzylinder. Geht man hingegen zum Schlüsseldienst und fertigt eine 1:1-Kopie des vorhandenen Schlüssels an, so werden Abnutzungen der Schlüsselbahnen mit kopiert und könnten für vorzeitige Abnutzung des neuen Schlosses sorgen. Wird das Zündschloss im Vorfeld bestellt, kann man daran bereits testen, ob sich der angefertigte Draht zur Entriegelung des Sicherheitsbolzens nutzen lässt.

Weitere Infos zum Schließungssystem finden sich auch hier: 5komma6.de

In meinem Fall wurde durch Nutzung einer Wasserpumpenzange die Schraubkappe verkratzt. Falls diese getauscht werden soll, lauten die Teilenummern:

Schraubkappe

  • A 116 462 00 23 bzw. A 126 462 17 23 Schraubkappe bis Ident-Nr. A...496759 (ca. September 1989)
  • A 124 462 28 23 Schraubkappe ab Ident-Nr. A...496760


Ausbau Zündschloss bis Sept.'89

Diese Beschreibung gilt für Modelle bis Ident-Nr. A...496759 mit einer Sicherungsnut für Draht!

  • Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
  • Schraubkappe mit einem 2 mm starken Draht entriegeln; hierfür eignet sich Schweißdraht oder auch eine dickere Büroklammer. Der Draht wird in die Nut des Aufbohrschutzes eingedrückt und betätigt auf den letzten Millimetern eine Feder, die wiederum auf den Sicherungsbolzen (siehe Bild ganz unten) wirkt und diesen entriegelt. Wirklich tief muss der Draht nicht eingeführt werden (lediglich knapp 2 cm; Tilman spricht von 18 mm, vermutlich hat er genau nachgemessen).
  • Je nachdem, wie die Schraubkappe verdreht ist (sie kann etwas Spiel rund um den Sicherungsbolzen aufweisen), kann die Stellung zur Einführung des Drahtes etwas vor oder hinter der "1" liegen. Anhand eines vorliegenden Neuteils und der Stellung des Schlüssel-Schlitzes kann man sich jedoch gut vor Augen führen, in welcher Position sich der Sicherungsbolzen gerade befinden müsste.
  • Schraubskappe abschrauben. Das Abschrauben der Kappe ist nur mit gestecktem Draht und Schlüssel möglich! Die Schraubkappe wird nämlich, wie auch das Zündschloss, durch den oben genannten Sicherungsbolzen gesichert.


   Zuendschloss-01.jpg


   Zuendschloss-02.jpg


  • Nach einigen Schraubkappen-Umdrehungen mit gestecktem Schlüssel und Draht können Schlüssel und Draht entfernt werden, um die Schraubkappe abzuziehen. Falls das Zündschloss kurzzeitig blockiert und der Schlüssel sich nicht herausziehen lässt, etwas kräftiger am gesamten Teil (Schraubkappe mit Zündschloss) ziehen; eventuell hängt die Schraubkappe noch in der Gummi-Ummantelung des Holzzierteils fest.
  • Sollte das Zündschloss nicht direkt mit der Schraubkappe "herausfallen", den Schritt nochmals ohne Schraubkappe wiederholen (in dem Fall müsste das Schloss dann erneut durch Drehen auf "1" und Stecken des Drahtes entriegelt werden).

Wird der Schlüssel zum Vergleich im (ausgebauten) alten und im neuen Schloss gedreht, so spürt man beim Gebrauchtteil i.d.R. größere Widerstände ("Hakeln" der Plättchen) auch wenn dies im eingebauten Zustand kaum bemerkt wurde. Der Ausbau scheint sich in vielen Fällen also zu lohnen.

Diese Anleitung gilt für Fahrzeuge bis September 1989 (Fahrgestell-Nr. A...496759). Fahrzeuge ab Fahrgestell-Nr. A...496760 - wie auch spätere W124 - besitzen ein Zündschloss mit zwei Nuten.

Ausbau Zündschloss ab Okt.'89

Diese Beschreibung gilt für Modelle ab Ident-Nr. A...496760

  • Zündschloss auf Stellung "1" drehen.
  • In der Krone des Zündschlosses gibt es 2 sich gegenüberliegende Öffnungen mit ca. 2 mm Durchmesser. In diese Öffnungen jeweils einen Draht oder Drahtbügel bis zum Anschlag hineinstecken.
  • Drähte oder Drahtbügel kräftig hineindrücken, so daß ein Klemmfeder-Widerstand überwunden wird. Gleichzeitig am Zündschlüssel (steht in Stellung "1") ziehen.
  • Zündschloss und Schutzmantel kommen zusammen heraus.
  • Schlüssel in Stellung "0" drehen und abziehen, Schutzmantel entfernen.

Einbau Zündschloss

  • Schutzmantel über das Schloss stülpen.
  • Schlüssel stecken und in Stellung "1" drehen. Da der Schutzmantel bereits über das Schloss gestülpt wurde, wird es hier ein wenig fummelig. Das Schloss kann man nur noch von hinten anfassen, während man vorne den Schlüssel auf Position "1" dreht. Damit diese Position (1) gehalten wird, macht es Sinn, wenigstens einen Draht von vorne mit einzustecken (nicht durchstecken!).
  • Der Schutzmantel hat hinten eine Aussparung, diese soll nach links zeigen.
  • Das Schloss (der Zylinder) hat einseitig eine Verdickung; diese soll ebenfalls nach links zeigen und fluchtet mit der Aussparung des Schutzmantels.
  • Schloss mit Schlüssel in Position "1", mit (halb) gesteckter Draht und Schutzmantel zusammen, alles in der Flucht, vorsichtig einstecken.
  • Lässt sich alles widerstandslos um ca. 1 cm versenken, Draht (Drähte), die wir zum Ausrichten genommen haben, herausziehen und den Rest anschließend weiter hineinschieben, bis das Schloss einrastet.
  • Je genauer man die Komponenten ausgerichtet bekommt, um so leichter geht es; es kann aber auch leicht zu einer langen Versuchsreihe ausarten... Wenn es beim Einführen hakt, keine Gewalt! Alles wieder raus und neu anfangen; wenn es passt, geht es wirklich leicht (nahezu widerstandslos!).

Galerie

Quellenangaben

Tilman Pietzsch: das-coupe.de
Conny (Serie II)